Welche Ideen und digitalen Tools nutzt du in deinem Unterricht? Was für Projekte setzt du mit deinen Schüler*innen um?
Es geht für mich nicht darum, alles, was bislang analog gemacht wurde, nun auf Teufel komm raus zu digitalisieren. Nur weil ich die Geräte habe, muss ich sie nicht für alles nutzen. Das heißt, dass sie auch einfach mal für einige Zeit im Koffer bleiben, während wir sie zu anderen Zeitpunkten sehr intensiv nutzen.
Mit digitalen Medien können die Kinder Sprache und Bilder festhalten. Etwas, was vorher (zumindest so einfach) nicht möglich war. Alleine dadurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten im Unterricht.
Im Fach Englisch gestalten die Kinder zum Beispiel für jedes Thema, das im Unterricht behandelt wurde, eine Seite in der App Book Creator.. Sie fügten für jedes neue Wort ein Bild ein. Zu jedem Bild schreiben sie das englische Wort und sprechen es zusätzlich ein. So können die Kinder ihre Aussprache (eventuell zum ersten Mal) selbst anhören und gegebenenfalls korrigieren. Im Laufe des Schuljahres entsteht auf diese Weise ein persönliches Wörterbuch, in dem die Kinder die bereits erlernten Wörter nachschlagen und die Aussprache anhören konnten.
Mit Hilfe digitaler Medien können die SchülerInnen auch ihre Gedanken und Ideen auf ganz neu Art ausdrücken: Sie filmen Reportagen vor dem Green Screen, vertonen Gedichte, präsentieren recherchierte Informationen auf unterschiedliche Art oder verfassen Fake News.